• TCM Geschichte
  • ANPIMOMAI
  • Moxibustion
  • Schaben / Gua Sha
  • Phytotherapie
  • Chinesische Bewegungstherapien
  • Chinesische Diätetik

Geschichtlicher Überblick der Traditionellen Chinesischen Medizin

Die Ursprünge der Akupunktur reichen bis 10000 v.Chr. zurück, als man begann, mit Steinnadeln Schmerzen zu lindern und Abszesse zu drainieren. Noch früher werden die Anfänge der Moxibustion datiert: Nach der Entdeckung des Feuers applizierte man angezündete Blätter über schmerzhafte Körperstellen.

Auch schon bei Ötzi, die über 5000 Jahre alte Mumie aus dem Gletscher, fanden sich Tätowierungen, die exakt den Meridianen und Akupunkturpunkten entsprechen, z.B. den Punkt Blase 60, einen wichtigen Punkt gegen Schmerzen. Durch Röntgenaufnahmen hatte man vorher festgestellt, dass Ötzi unter starken Arthtrosen litt, vor allem im Bereich der Hüft- und Kniegelenke. Man nimmt an, dass hier die Punkte behandelt wurden, die besonders schmerzempfindlich waren, die sog. locus dolendi- Methode.

Die zunehmende klinische Erfahrung wurde anhand der Prinzipien der taoistischen Philosophie (Qi, Yin und Yang, 5 Wandlungsphasen) systematisiert und zu einer differenzierten Medizin ausgebaut. Die Beobachtung, dass die Nadelsensation meist entlang einer Linie ausstrahlte, auf der sich Punkte mit ähnlichen klinischen Eigenschaften befanden, führte zur Theorie der Meridiane.

Die Errungenschaften der TCM wurden in Büchern festgehalten, die heute noch als relevante medizinische Informationsquelle gelten und zur Pflichtlektüre jedes Studenten der TCM gehören. Neben der Akupunktur als eine der vier Säulen in der chinesischen Medizin gehören noch die Phytotherapie (Kräutertherapie), die Diätetik und die Bewegungstherapie (Qi Gong) dazu.

Ausgleichende Punkt- und Meridianmassage (ANPIMOMAI)

Die Wurzeln der Ausgleichenden Punkt- und Meridianmassage beruhen auf Kenntnissen, die auch in der asiatischen Medizin bereits Anwendung gefunden haben. In Europa wurde in den 50er Jahren der Grundstock für die Ausgleichende Punkt- und Meridianmassage gelegt und seitdem weiterentwickelt.

Aspekte der westlichen Physio-therapie wurden in diese Therapie eingebunden und weiterhin wird an der Entwicklung der Ausgleichenden Punkt- und Meridianmassage gearbeitet. In dieser wie auch in den anderen asiatischen Heilkünsten werden alle körperlichen und psychischen Störungen eines Menschen auf eine unausgewogene Versorgung des Organismus mit Lebensenergie zurückgeführt.

Die Chinesen nennen diese Energie Chi oder Qi, die Japaner Ki, die Inder Prana. Das Chi fließt durch miteinander vernetzte Leitbahnen, auch Meridiane genannt, die man sich wie menschliche Blut- oder Nervensystem vorstellen kann. Sie versorgen das innere System des Menschen und verbinden ihn mit dem äußeren System Welt: Das heißt, sie versorgen uns mit der Kraft, Konflikte auszutragen oder in liebe-vollen Kontakt zu treten. Ungleichgewichte in der energetischen Versorgung bei kranken Menschen können also auch auf allen Ebenen Störungen des menschlichen Organismus hervorrufen.

Mehr über APM im Internet: www.vaet.net

Moxibustion

Moxa ist getrockneter Beifuß, lateinisch Artemisia vulgaris. Moxibustion ist das Abbrennen von Moxa auf Akupunkturpunkten. Dieser erwärmt dann den zugehörigrn Meridian, belebt das Yang und fördert die Durchblutung und den Fluß des Qi.

Dadurch eignet sich Moxa auch vorzüglich zur Vorbeugung gegen viele Krankheiten, vor allem in den kalten Jahreszeiten, im Herbst und im Winter.

Neuere Untersuchungen in Japan zufolge regt Moxa auch die Bildung von Antikörpern an.

Schaben / Gua Sha

Mit der Technik des Schabens (Gua Sha) wird ein Sha-Ausschlag absichtlich an die Oberfläche gebracht. Sha-Syndrom wird definiert als rötliche, erhabene, hirseähnliche Hautausschläge.

Sha wird sowohl für ein Syndrom als auch für einen pathogenen Faktor, der im Körper eingeschlossen ist, verwandt. Durch das Hervorrufen des Ausschlages, der die Krise des Sha-Syndromes anzeigt, wird Sha verursachende Pathogene eliminiert und das Sha Syndrom aufgelöst.

Somit ist das Gua Sha eine entgegenwirkende Apotherapie. Sha wörtlich bedeutet Sand oder Haihaut. Der Sha- Ausschlag hat eine Beschaffenheit wie Sand auf der Haut, ähnlich wie eine Haihaut.

Die erhobene Läsionen sind meistens rot, können aber auch blau, purpurfarben oder schwarz sein. Ähnliche Wirkung erzielt man mit dem Schröpfen.

Phytotherapie (Kräutertherapie)

Sie kann schädigende Qi-Einflüsse herauslösen, eignet sich darüber hinaus hervorragend zur Stützung des Qi und der Yin-Säfte. Da jedoch die Kräuter in ihren Temperaturverhalten und Geschmacksrichtungen viel ausgeprägter als die Lebensmittel sind, kann dies bei unsachgemäßer Handhabung zu Nebenwirkungen führen.

Zudem leidet häufig der Geschmack der Abkochung darunter.

Wird in der TCM als Haupttherapie gesehen. Erst danach werden Qi-Bewegende Therapien (Akupunktur, APM, Qi Gong) verordnet.

Chinesische Bewegungstherapien

Klassisch ist das Qi Gong.

Sie wirken insgesamt regulierend auf den Qi-Fluß des menschlichen Organismus und können übermäßig emporsteigendes Qi wirkungsvoll absenken, oder zu stark abgesunkenes Qi emporheben.

Chinesische Diätetik

Sie eignet sich vor allem zu einer gleichmäßigen und sanften Stützung des gesamten menschlichen Organismus. Nach der Theorie der chinesischen Medizin wirkt sie vor allem auf den Mitten- Funktionskreis und kräftigt somit nachhaltig die erworbene Konstitution.

Die Mitten-Funktionskreise (Milz und Magen) sind Dreh- und Angelpunkt des gesamten Funktionskreissystems und gelten als der Ort, an dem das aktive energetisch Potential Qi und das stoffliche energetische Xue (Blut) entsteht.

In der chinesischen Diätetik zielt die Therapie in erster Linie auf die Mitte ab. Darüber hinaus kann aber mit Lebensmitteln auch gezielt auf jeden anderen Funktions-bereich und auf energetische Entgleisungen eingewirkt werden.

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